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Kleine Haushistorie - Haus Seelust im Wandel der Zeit

Als Kapitän Ulrich Wilken Ende des 19.Jahrhunderts sein eigenes Schiff verkaufte und 1895 als Bäderschiffskapitän bei der Dampfschiffs-Reederei Norden anheuerte, war der Tourismus auf den Nordseeinseln erst in den Kinderschuhen. Norderney, vom Kaiser zum Staatsbad erhoben, spielte eine Vorreiterrolle. Das aufstrebenden Bürgertum und große Teile des Adels fanden mehr und mehr Gefallen daran, in den Sommermonaten einen mehrwöchigen, naturnahen Gesundheitsurlaub auf den Nordseeinseln zu verbringen, versprach dies doch der heißen und stickigen Großstadtluft entfliehen zu können. Die Anreise war in jenen Tagen weitaus beschwerlicher als heutzutage. Insbesondere Juist, ohne natürlichen Seehafen versehen, hatte bei der Anlandung ein großes Problem. Trocken "anzulanden" war nicht garantiert, denn bei der Prozedur des Umstieges vom Zubringer-Segelkutter, der die Gäste vom Dampfer holte, in die bereitgestellten Leiterwagen waren nasse Füße oft nicht zu vermeiden.

 
Der große Fortschritt kam für Juist im Jahre 1898.  Eine Landungssteg war in Prielnähe im Watt gebaut worden. Die Sommerfrischlinge verließen von nun an das Schiff trockenen Fußes, bestiegen Waggons, die sie über eine Schienenverbindung ans sandige Inselglück übergesetzte. Im ersten Jahr wurden die Wagen mittels Pferdegespanne gezogen, doch schnell wurde auf Lokomotivantrieb umgestellt.
 
1898 war auch das Jahr, in dem sich  Kapitän Wilken mit Ehefrau Frauke entschlossen hatten, ihr gespartes Vermögen in den Bau eines Gästehauses auf Juist zu investieren. Damit beabsichtigten sie ein zweites wirtschaftliches Standbein zu erlangen. Der Grundstückskauf aus dem gleichen Jahr war der Grundstein für das Entstehen des Gebäudes der heutigen Wilhelmstraße 31. Haus "Seelust" wurde über mehrere Jahre gebaut - ein mühsames Unterfangen, musste doch sämtliches Baumaterial und Gerätschaft einzeln ans Grundstück auf unbefestigte Straßen gebracht werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten zeigte sich, abgesehen davon, dass es eines der ersten Gebäude im Ostdorf war, ein besonders großes und markantes Haus. Bis zum heutigen Tage ist es so geblieben. Trotz dichter Rundherumbebauung hebt sich Haus Seelust immer noch im Juister Ostdorf hervor.

 
Haus Seelust - Aufnahme von 1905
Das auffälligste am ursprünglichen Bau war der für die Zeit typische aufwendig gestaltete Dachgeschossbau. Die ersten Veranden waren früher grundsätzlich offen und dienten lediglich im Sommer als Ort zur luftigen Entspannung.

 
 
3 Doppelzimmer und 10 Einzelzimmer sind 1911 im Bäderverzeichnis gelistet. 
1932 u. 33 versterben die Eheleute Wilken und Tochter Hilda Wilken übernimmt das Haus und wird es bis zu ihrem Tode 1953 leiten. 
In gleicher Generation wie Hilda übernimmt 1953 der jüngere Bruder, Kapitän Hermann Wilken und seine Frau Klara, das Haus und deren Sohn, Kapitän Ulfert und seine Frau Auguste führen das Haus ab 1962 in dritter Generation weiter. Viele Umbauarbeiten und Änderungen kennzeichnen die Zeit von Ulfert und Auguste Wilken.
 
Haus Seelust - Aufnahme von 1998
Im Winter 1997/98 erfolgte eine der umfangreichsten Um- und Sanierungsarbeiten am Haus. Im Resultat erlangte Haus Seelust wieder eine harmonische Dachkonstruktion und zur besonderen Verbesserung des Wohlbefindens für die Gäste auf beiden Etagen Südseitenbalkone. Mittlerweile bietet Haus Seelust nicht mehr Gästezimmer, sondern 6 geräumige Wohnungen an.
Im Jahre 2000 übergaben Ulfert und Auguste Wilken den Betrieb in vierter Generation an Ihre Tochter Theda weiter.

 
Theda Wilken-Vielhaber
© 2006/2018
Wilhelmstraße 31 26571 Juist
Tel.: 
04935/91890
    Fax:04935/918918